Pinterest für Anfänger: So richtest du dein Profil richtig ein
Erstellt von Benjamin Deininger · Lesezeit 6 Minuten · 14. September 2026
Anzeige: Dieser Beitrag enthält Werbe- bzw. Affiliate-Links.

Als ich zum ersten Mal von Pinterest als Traffic-Quelle gehört habe, dachte ich: Ist das nicht nur was für Rezepte und Wohnideen? Tatsächlich ist Pinterest eine der unterschätztesten Plattformen, wenn du nebenberuflich online Reichweite aufbauen willst. Anders als bei Instagram oder TikTok brauchst du keine große Community und kein tägliches Posten. Aber genau deshalb machen die meisten am Anfang Fehler, die sie Monate kosten.
Warum Pinterest für den Start besonders geeignet ist
Pinterest funktioniert wie eine Suchmaschine, nicht wie ein soziales Netzwerk. Menschen suchen dort nach Lösungen, nicht nach Unterhaltung. Das bedeutet: Deine Inhalte werden auch Monate später noch gefunden, wenn du längst nichts Neues gepostet hast. Für jemanden, der wenig Zeit hat und nebenbei etwas aufbauen will, ist das Gold wert.
Der Unterschied zu anderen Plattformen: Du musst nicht erst eine Fangemeinde aufbauen, bevor du Traffic bekommst. Deine Pins können von Anfang an bei Leuten auftauchen, die dich noch nie gesehen haben. Ich habe in den ersten Wochen kaum Follower gehabt und trotzdem regelmäßig Klicks bekommen.
So richtest du dein Pinterest-Profil richtig ein
Der erste Schritt ist das Profil selbst. Hier entscheidet sich, ob Pinterest dich als ernsthaften Account einstuft oder nicht.
Unternehmenskonto statt privater Account
Melde dich gleich als Unternehmenskonto an oder wandle deinen privaten Account um. Nur so bekommst du Zugang zu den Analytics, die dir zeigen, welche Pins funktionieren. Diese Zahlen sind später wichtig, um zu verstehen, wonach deine Zielgruppe wirklich sucht.
Profilname mit Keyword
Dein Profilname sollte nicht einfach nur dein Blogname sein. Schreibe dazu, worum es geht. Beispiel: Statt "Mein Online-Tagebuch" lieber "Online-Business für Anfänger | Nebenberuflich starten". So findet Pinterest dich leichter, wenn jemand nach diesen Themen sucht.
Bio klar und konkret
In der Bio hast du 160 Zeichen. Schreibe nicht, wer du bist, sondern wem du hilfst und wobei. Zum Beispiel: "Ich zeige dir, wie du nebenberuflich ein Online-Business startest, auch wenn du noch keine Idee hast." Das ist konkret genug, dass jemand sofort weiß, ob er hier richtig ist.
Bestätigter Website-Link
Verknüpfe deine Website oder deinen Blog und bestätige sie. Das gibt dir mehr Reichweite, weil Pinterest verifizierte Accounts bevorzugt. Falls du noch keine Website hast, ist das ein Zeichen, dass du diesen Schritt nicht überspringen solltest. Ohne eigene Plattform verpufft der Traffic, den Pinterest dir bringt.
Die ersten Pinnwände anlegen
Pinnwände sind wie Ordner, in denen du deine Pins sammelst. Pinterest schaut sich an, wie du sie benennst und was du darin speicherst, um zu verstehen, worum es bei dir geht.
Fünf bis sieben Boards zum Start
Leg nicht dreißig Boards auf einmal an. Beginne mit fünf bis sieben Themen, die zu deiner Nische passen. Wenn du zum Beispiel über Affiliate-Marketing schreibst, könnten das sein: Affiliate-Marketing für Anfänger, Passives Einkommen aufbauen, Blog-Tipps, Pinterest-Strategien, Online-Business starten.
Pinnwand-Titel mit Keywords
Auch hier gilt: Nutze Begriffe, die Menschen tatsächlich eingeben. "Meine Lieblingsinspiration" bringt nichts. "Passives Einkommen Ideen" bringt Traffic. Schreibe in die Beschreibung jeder Pinnwand zwei bis drei Sätze, die erklären, was jemand dort findet.
Fremde Pins zuerst speichern
Bevor du deine eigenen Inhalte pinnst, speichere fremde Pins zu jedem Thema. Fünf bis zehn Pins pro Board reichen am Anfang. Das zeigt Pinterest, dass dein Account aktiv ist und sich mit echten Inhalten beschäftigt. Suche nach relevanten Begriffen und speichere Pins, die gut zu deiner Zielgruppe passen.
Den ersten eigenen Pin erstellen
Jetzt kommt der wichtigste Teil: dein erster eigener Pin. Das ist das Bild, das jemand in den Suchergebnissen sieht und das ihn auf deine Website bringen soll.
Format hochkant
Pinterest bevorzugt hochkant: 1000 x 1500 Pixel ist das Standardformat. Querformat wird kaum ausgespielt. Du brauchst keine teure Software, kostenlose Tools wie Canva reichen völlig.
Text auf dem Bild
Der Pin braucht eine klare Überschrift, die sagt, was jemand bekommt, wenn er klickt. "5 Schritte, um nebenberuflich online zu starten" ist besser als "Mein neuer Blogartikel". Denk daran: Der Pin ist eine Mini-Anzeige für deinen Inhalt.
Pin-Beschreibung mit Keywords
Unter dem Bild schreibst du eine Beschreibung von mindestens 100 Wörtern. Erkläre, worum es in deinem Artikel geht, und nutze die Begriffe, nach denen deine Zielgruppe sucht. Das ist kein Instagram-Post mit Emojis, sondern ein sachlicher Text, der Pinterest hilft, dich einzuordnen.
Link zur richtigen Seite
Verlinke den Pin direkt zu dem Blogartikel, um den es geht. Nicht zur Startseite, nicht zu einer Übersichtsseite. Je direkter der Weg, desto besser die Nutzererfahrung, und das belohnt Pinterest.
Regelmäßig pinnen, aber ohne Stress
Pinterest mag Aktivität, aber du musst nicht stundenlang am Tag dort sein. Drei bis fünf Pins pro Tag reichen, und das kannst du vorplanen. Wichtig ist die Konstanz, nicht die Masse.
Mische eigene Pins und fremde Pins. Eine gute Faustregel: Für jeden eigenen Pin speichere auch zwei bis drei fremde. Das zeigt, dass du dich für die Community interessierst und nicht nur deine eigenen Inhalte verbreitest.
Wenn du dir das Ausprobieren und die lange Einarbeitungszeit sparen willst, hilft dir ein strukturierter Plan, der dir zeigt, welche Schritte wann kommen. Die Launchkiste ist eine gute Möglichkeit, wenn du eine fertige Anleitung suchst, die dir genau zeigt, wie du dein Online-Business Schritt für Schritt aufbaust, ohne dich in Details zu verlieren.
Der häufigste Anfängerfehler: zu früh aufgeben
Das Frustrierendste an Pinterest: Die ersten Wochen passiert oft gar nichts. Deine Pins bekommen kaum Aufrufe, niemand klickt, und du fragst dich, ob das überhaupt Sinn macht.
Das liegt daran, dass Pinterest dich erst kennenlernen muss. Die Plattform testet deine Pins bei einer kleinen Gruppe und schaut, wie die Leute reagieren. Wenn das gut läuft, zeigt sie sie mehr Menschen. Dieser Prozess dauert Wochen, manchmal Monate.
Die meisten geben nach drei Wochen auf, weil sie keine sofortigen Ergebnisse sehen. Dabei fangen viele Pins erst nach vier bis sechs Wochen an, richtig Traffic zu bringen. Wer jetzt durchhält, hat später einen Vorteil, weil die Pins immer weiter arbeiten, ohne dass du etwas tun musst.
Was du diese Woche konkret tun kannst
Setze dir für diese Woche ein klares Ziel: Leg dein Unternehmenskonto an, richte fünf Pinnwände ein und erstelle deinen ersten eigenen Pin. Mehr nicht.
Speichere zu jeder Pinnwand fünf fremde Pins, die zu deinem Thema passen. Dann pinne deinen ersten eigenen Inhalt und schreibe eine ordentliche Beschreibung mit den wichtigsten Begriffen aus deiner Nische.
Danach machst du eine Woche lang jeden Tag das Gleiche: einen neuen Pin erstellen oder einen alten neu pinnen, dazu ein paar fremde Pins speichern. Nicht mehr. Das reicht, um Momentum aufzubauen.
Der nächste Schritt, wenn du wirklich Traffic willst
Pinterest ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Aber es ist ein Marathon, bei dem du nicht die ganze Zeit rennen musst. Wenn du die Grundlagen einmal sauber aufgesetzt hast, arbeitet die Plattform für dich weiter, auch wenn du gerade nichts postest.
Der Unterschied zwischen denen, die nach drei Monaten aufgeben, und denen, die später wirklich Traffic bekommen, liegt nicht in irgendeinem Geheimtrick. Er liegt darin, dass sie einfach weitergemacht haben, als es sich anfühlte, als würde nichts passieren. Genau in dieser Phase baut sich im Hintergrund die Reichweite auf, die später sichtbar wird.
Wenn du nicht erst wochenlang herumexperimentieren willst, hilft dir eine fertige Anleitung, die alle Schritte bündelt. Die Launchkiste zeigt dir genau, wie du dein Online-Business strukturiert aufbaust. Sieh sie dir an und leg diese Woche los.
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